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Spaghnum Zucht

Wie gestern beschrieben, ist mir die erste Psittacina durch Algenbildung in der Glaskugel eingegangen. In Karnivoren-Kulturen mit Spaghnum -Moos hätten diese schädlichen Schmieralgen (und andere Probleme..) erst gar nicht entstehen können, da Spaghnum durch die Produktion von Säure entscheidend die Substrateigenschaften verbessert. Torfmoose versauern ihren Lebensraum durch den Austausch von Ionen. Mineralionen werden aus dem umgebenden Wasser selektiv aufgenommen und in die Zellwände der Torfmoose eingebunden, gleichzeitig werden dafür Wasserstoffionen freigesetzt. Je mehr Wasserstoffionen sich im Wasser befinden, um so höher ist sein Säuregehalt. Das Spaghnum produziert unter guten Bedingungen erhebliche Mengen an Säure. Diese Säure läßt Algen und andere Pflanzen absterben. Fleischfressende Pflanzen sind daran angepaßt und werden nicht beeinträchtigt. Ich beginne also gerade, mir Spaghnum anzuzüchten. Man kann das Spaghnum ganzjährig bei Raumtemperatur im Zimmer kultivieren. Spaghnum ist aber winterhart. Da Spaghnum immer gut feucht gehalten werden muss, besprühe ich es täglich ein-zweinmal mit einem Zerstäuber und destilliertem Wasser. Für die Zucht benutze ich eine durchsichtige Ex-Salatschüssel. Auch diese Haribo-Töpfe werden gerne genommen ;-) Nach dem Berühren des Torfmooses mit den Fingern sollte man sich übrigens die Hände waschen und nicht in die Augen fassen – es könnte zu Reizungen und Brennen der Augen führen.
Wesentlich für den Kulturerfolg ist gutes und ausreichendes Licht. Bei künstlicher Beleuchtung im Haus reicht das Licht, welches man auch für die Fleischfresssenden Pflanzen anbietet in der Regel völlig aus. Wenn sich überall grüne Spitzen zeigen, hat das Moos optimale Wachstumsbedingungen. Es wächst dann im Jahr einige Zentimeter in die Höhe.

PS. Die D.Burmanii in der Anzuchtschale hatte Hunger und war erfolgreich :-)

Sarracenia Psittacina, zweiter Versuch

Sarracenia psittacina hybrid von OBI Reinickendorf

Sarracenia psittacina hybrid


Meine zweite Psittacina. Die erste hat die Winterruhe nicht überstanden. Ich hatte sie- entsprechend des natürlichen Habitats – den Winter in der Glskugel vollständig überschwemmt. Die Wasserqualität wurde immer schlimmer und irgenwann roch es faulig und die Pflanze war als solches nicht mehr zu erkennen. Wenn ich das noch einmal versuche, dann nur mit Spaghnum Moos Oberfläche, um der Algenbildung vorzubeugen. Für den Sommer sehe ich keine Probleme. Ich behandel sie also wie jede andere nicht frostfreie Sarracenia auch. Sie steht auf dem Balkon und ich werde mich hoffentlich bald an einer schönen Rotfärbung erfreuen können. Bei den aktuellen Temperaturen nehme ich sie nachts allerdings noch rein, weniger als +10° sind am Naturstandort auch nicht gegeben.
Eine hochauflösende Aufnahme findet man auf meiner www.venus-fliegenfalle.de